Die Betriebsunterbrechung, wie z.B die Lieferkettenunterbrechung, ist laut dem Allianz Risk Barometer das wichtigste Geschäftsrisiko 2017.

Was tun Sie, um das zu vermeiden?

Der erste und vermutlich wichtigste Schritt, um dem meist gefürchteten Risiko zu begegnen, ist es zu erkennen. Und zwar bevor Sie ihm unvermeidbar gegenüberstehen. Die Beeinträchtigungen Ihres Geschäftsbetriebs kann viele Ursachen haben und oftmals können Sie diese nicht beeinflussen, da es sich um externe Ursachen handelt. Sind Sie auf Lieferanten oder Partnerunternehmen angewiesen, dann gilt es also auch deren Betrieb im Auge zu behalten. Denn Negativmeldungen bei Fremdunternehmen können auch auf Ihre Firma beträchtliche Auswirkungen haben.

Alle Informationen und Meldungen, die auf ein Risiko hindeuten, finden Sie heute im Internet – vorausgesetzt Sie wenden Unmengen an Zeit auf, alle Nachrichtenportale, Foren, Unternehmenswebseiten, Handelsregister-Meldungen und Social Media zu durchforsten oder Sie nutzen einfach die Business-Signale von Echobot.

Denn mit der Einbeziehung von Handelsregister-Meldungen erweitert Echobot jetzt die Signalerkennung und gibt Ihnen die Grundlage für eine ausführliche Analyse an die Hand.

Zur Veranschaulichung haben wir für Sie verschiedene Szenarien zusammengestellt:

1. Um welche Risiken handelt es sich?

Identifizieren Sie Hinweise, die auf ein Risiko bei einem Lieferanten, Kunden oder Partnerunternehmen hindeuten. Echobot erkennt für Sie zum Beispiel folgende Signale:

Standortschließung

Die Produktionsstandorte A und B werden bis 2019 geschlossen und an einem neuen Standort zusammengelegt.

Im Jahr 2017 werden 130 Filialen schließen.

Die Geschäftsleitung hat die Schließung des Standorts für Ende 2017 angekündigt.

Umsatzrückgang

Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal sank der Online-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15 auf rund 35 Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse der Marke gingen in den ersten drei Monaten 2017 infolge der Veränderung um 18 Prozent auf 10 Milliarden Euro zurück.

2. Welche Auwirkungen können sich ergeben?

Erkennen Sie mit Echobot automatisch zum Beispiel folgende Risiko-Signale und leiten Sie daraus ab, welche Folgen sich für Ihr Unternehmen ergeben können.

Insolvenz

Unternehmen XY: Insolvenzverfahren eröffnet – Anleger können Forderungen anmelden.

Betrifft die Meldung einen Kunden, dann stellen Sie sich auf drohende Forderungsausfälle und Liquiditätsengpässe ein.

Aufgrund finanzieller Probleme musste das Unternehmen Ende März einen Insolvenzantrag stellen.

Bei der Insolvenz eines Lieferanten sollten Sie längerfristig damit rechnen, dass er nicht mehr zuverlässig liefert oder sogar ganz ausfällt und sich rechtzeitig um Ersatz kümmern.

Rechtsstreit

Der Kampf der Rivalen erhärtet sich: Das Unternehmen reicht eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein.

Befindet sich ein Partnerunternehmen im Rechtsstreit, kann das auf Ihre Firma durch Reputationsverluste zurückfallen.

Das Unternehmen fordert vor Gericht knapp 50.000 Euro Schadensersatz.

Ist einer Ihrer Kunden nach einem Rechtsstreit Schadensersatzforderungen ausgesetzt, kann sich das nicht nur auf seine Zahlungsfähigkeit auswirken, sondern auch langfristige Imageverluste nach sich ziehen.

3. Welche Bereiche in Ihrem Unternehmen sind betroffen?

Lesen Sie aus den folgenden Signalbeispielen heraus, in welchen Bereichen Ihr Unternehmen mit Auswirkungen rechnen sollte und bereiten Sie sich darauf vor.

Auflösung

Das Unternehmen wurde liquidiert.

Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Die Liquidation ist beendet. Die Firma ist erloschen.

Betrifft die Meldung einen Lieferanten, sind die Geschäftsführung oder der Einkauf gefragt, um so schnell wie möglich einen Nachfolger zu finden.

Rückrufaktion

Zum vorbeugenden Verbraucherschutz wird der Artikel XY der Marke Z in der 250g-Packung zurückgerufen.

Deutsche Autohersteller müssen nahezu eine halbe Million Autos in die Werkstätten zurückrufen.

Betrifft die Meldung einen Ihrer Lieferanten, sollten der Wareneingang prüfen, ob eingegangene Ware zurückgerufen wird und Vertrieb und Kundenbetreuung über längere Lieferzeiten informieren.

4. Wann tritt das Risiko mit welcher Wahrscheinlichkeit ein?

Prüfen Sie wann mit dem Risiko zu rechnen ist, ob es vielleicht schon eingetreten ist oder mit welcher Wahrscheinlichkeit es eintreten wird. Folgende Signale als Beispiel:

Stellenabbau

Das Unternehmen will bis Ende 2019 weltweit 2000 Arbeitsplätze streichen.

Eine konkrete Zahl und Zeitangabe geben schon genaue Hinweise auf den geplanten Stellenabbau.

Der Betriebsratsvorsitzende warnte: „Es sollen, wie vom Unternehmen mitgeteilt, weitere Jobs wegfallen“

Beobachten Sie das Unternehmen weiterhin, und stellen Sie sich auf Stellenstreichungen ein.

Streik

Ab heute gibt es täglich Streiks bei Unternehmen XY.

Das Thema ist aktuell und hat hohe Priorität.

Die Gewerkschaft kündigt für die zweite Tarifverhandlungsrunde weitere unbefristete Streiks an.

Streiks sind noch ohne konkreten Termin geplant und sollten längerfristig einkalkuliert werden.

Risiken in Chancen umwandeln

Machen Sie aus bevorstehenden Risiken das Beste: Sie frühzeitig zu erkennen heißt genug Zeit für Alternativen und Lösungsmöglichkeiten. Jede Vorbereitung kann für Sie eine Chance sein!

Möglicherweise gibt es sogar das ein oder andere Risiko-Signal, das für Sie eine Gelegenheit bereithält?

  • Beispiel Rechtsstreit: Sie sind Rechtsanwalt und erkennen so schnell potentielle Klienten.
  • Beispiel Stellenabbau: Sie suchen Personal, während ein Konkurrenzunternehmen Stellen abbaut. Das ist Ihre Chance auf qualifizierte Bewerber.

Wie vielfältig Sie die Business-Signale nutzen können, stellen wir Ihnen auch im nächsten Artikel der Beitrags-Reihe vor.

Testen Sie Ihre Zielgruppen-Selektion & Leadgenerierung mit Business-Signalen:

Testen Sie die Erkennung der Risiko-Signale direkt im Unternehmensdatensatz:

Artikelbild/Visualisierung: geralt / Pixabay